Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Wahlprüfsteine des IWS an die Parteien

Am Sonntag, 8. März 2026, finden in Baden-Württemberg die Landtagswahlen statt. Rund acht Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, den 18. Landtag von Baden-Württemberg zu wählen. Im Vorfeld der Wahl hat der IWS den Parteien, die nach aktuellen Prognosen im nächsten Landtag vertreten sein werden, Wahlprüfsteine übermittelt.

Wie stellen sich die Parteien die Baupolitik der kommenden Legislaturperiode vor? Welche Maßnahmen planen sie, um bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen? Und wie können neue Nutzungsräume geschaffen sowie Stadträume und Gewerbestandorte weiterentwickelt werden?

Die Antworten der Parteien werden nachfolgend ungekürzt und unkommentiert veröffentlicht. So erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild von den Positionen der zur Wahl stehenden Parteien zu machen. Die Darstellung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der jeweiligen Antworten.

IWS Positionspapier zur Landtagswahl

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Herausgegeben vom Immobilienwirtschaft Stuttgart e. V. (IWS)

Wahlprüfstein 1:
Bürokratie abbauen – Bauen ermöglichen

1. Unterstützt Ihre Partei den Vorschlag, die Baugenehmigungsgebühren zumindest für Wohngebäude im Land zu reduzieren bzw. den geförderten Wohnungsbau davon komplett zu befreien? Wenn ja, wie?

2. Was will ihre Partei tun, um die Baurechtsbehörden so auszustatten, dass Verfahren beschleunigt und effizienter gestaltet werden können?

Wahlprüfstein 2:
Zusammenhalt fördern – Bezahlbaren Wohnraum schaffen

3. Inwieweit ist Ihre Partei bereit, die LBO an zentralen Stellen zu flexibilisieren? Wie können bautechnische und klimabezogene Anforderungen so gestaltet werden, dass Neubau und Sanierung wirtschaftlich umsetzbar sind?

4. Wohneigentum ist für junge Familien und als Altersvorsorge vieler Menschen von großer Bedeutung. Welche Maßnahmen sieht Ihre Partei vor, um die Eigentumsquote im Land zu erhöhen?

5. Wie steht Ihre Partei zu einer Absenkung der Grunderwerbsteuer?

Wahlprüfstein 3: Infrastruktur ausbauen – Neue Nutzungsräume entwickeln

6. Inwiefern setzt sich Ihre Partei für ein aktiveres Standortmanagement für Büro-, Logistik- und Produktionsflächen ein? Welche Maßnahmen für eine zielgerichtete Ansiedlungspolitik schlägt Ihre Partei vor?

7. Für die Immobilienwirtschaft ist es wichtig, dass Entscheidungen in Politik und Verwaltung stärker im Sinne der Bauvorhaben getroffen werden. Wie steht Ihre Partei dazu und welche Umsetzungsmöglichkeiten gibt es?

Wahlprüfstein 4: Gewerbe stärken – Stadträume beleben

8. Wie bewertet Ihre Partei die Möglichkeit, bei gleichartiger Nutzung in Bestandsimmobilien (z.B. Gewerbe folgt auf Gewerbe) künftig von formellen Baugenehmigungen abzusehen?

9. Was schlagen Sie vor, um Leerstände von Ladenflächen und Geschäftsräumen zu vermeiden und die Innenstädte stärker zu beleben?